nextbike Fahrradstation in der Essener Innenstadt

metropolradruhr – Erfahrungen mit dem Fahrradverleih

Viele werden die orangefarbenen Fahrradstationen, die über die ganze Stadt Essen verteilt sind, bereits wahrgenommen haben. Aber nicht nur in vielen Teilen Essens, sondern auch in Bottrop, Oberhausen, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Dortmund kann man ein Rad leihen. Die Metropole Ruhr hat durch die hohe Bevölkerungsdichte ihren eigenen nextbike-Ableger. Das Leipziger rent-a-bike-Unternehmen nextbike ist dabei allerdings nicht nur in 30 deutschen Städten vertreten, sondern auch in 14 Ländern weltweit. Dabei ist das Prinzip des Radleihs denkbar einfach. Über die Homepage, per Smartphone-App oder an den solarbetriebenen selbst kann man ein Konto eröffnen. Alles, was man dafür braucht sind ein Handy und eine Kreditkarte bzw. ein Konto, von dem die Kosten per Lastschriftverfahren abgebucht werden.

Die Wahl des richtigen Tarifs

Man sollte sich vor der ersten Tour jedoch noch für einen der beiden angebotenen Tarife entscheiden. Entweder bucht man Normal-Tarif oder den RedCard-Tarif, mit dem man für 3€/Monat (für VRR/VRL-Kunden sogar nur 1,50€/Monat) zwar ein Jahr lang gebunden ist, aber die ersten 30 Minuten kostenfrei radelt. Fährt man länger als eine halbe Stunde, werden für jede weiteren 30 Minuten 0,50€ fällig. Der Tageshöchssatz beläuft sich auf 5€. Studenten der Ruhr-Universität Bochum (RUB) fahren sogar die ersten 60 Minuten kostenfrei und können zudem, genau wie VRR/VRL-Kunden, ihren Ausweis als Kundenkarte benutzen. Dafür muss man lediglich an einer der Stationen seinen Studentenausweis mit seiner Handynummer verknüpfen, welche gleichzeitig als Login dient. Im Normal-Tarif zahlt man 1€ je 30 Minuten und 9€ für 24 Stunden. Ab 3 Fahrten pro Monat lohnt sich also bereits der RedCard-Tarif.

Es geht sofort los…

Hat man sich für einen Tarif entschieden, kann es auch schon losgehen. Im Internet, per Telefon, per App oder an den Stationen selbst kann man sich ein Fahrrad aussuchen. Die Radnummer gibt man dann in dem Medium seiner Wahl ein und erhält einen 4-stelligen Code, mit dem man das Zahlenschloss des Rades öffnen kann – und los gehts! Nach unseren ersten Erfahrungen, befinden sich die Fahrräder in einem sehr gepflegten Zustand. Sie sind mit einem Gepäckträger und einem Korb am Lenker ausgetattet. So kann man kleinere Dinge problemlos transportieren. Alle Räder sind mit einer 3-Gang-Schaltung ausgerüstet und haben einen Rücktritt, sowie eine Vorderbremse. Auch die Sättel sind durchaus bequem und gerade für die kürzeren Touren in der Stadt bestens geeignet. Die Bereifung, was Profil und Reifendruck angeht, war bei allen bisher getesteten Rädern ebenfalls in Ordnung. Es gibt also am Zustand der Räder und an deren genereller Qualität nichts zu bemängeln. Ist man an der Zielstation angekommen, so meldet man das Fahrrad über ein gewähltes Medium wieder ab und schließt es an der Fahrradstation ab – fertig!

Erste Probleme mit metropolradruhr

So denkbar einfach das Prozedere auch zu sein mag, traten bei den ersten Fahrten jedoch auch ein paar Probleme auf, die jedoch ohne größere Umschweife zu lösen waren, auch wenn sie einen im ersten Moment etwas stutzen lassen:

  • Ein Schloss ließ mit dem angegebenen Code nicht öffnen, sodass ein anderes Fahrrad ausgewählt werden musste.
  • Eine Fahrradstation war bei Abgabe des Rades bereits voll besetzt. Das Rad musste dann, wie auch auf der Station beschrieben, neben eben dieser abgeschlossen werden und nicht in den eigentlich dafür vorgesehenen Ständern.
  • Eine Station war defekt und sendete bei dem Versuch, sich für die Abgabe des Rades anzumelden, immer wieder neue Pin Codes. Durch einen Anruf konnte das Problem jedoch behoben werden.
  • Die Station in Essen-Altendorf an der Röntgenstraße ist seit ein paar Tagen ohne Räder. Auf Nachfrage wurde allerdings bestätigt, dass Mitarbeiter normalerweise dafür sorgen, dass jede Station ausreichend Räder zur Verfügung hat, was aufgrund der Osterfeiertage vielleicht nicht möglich war.
  • Die Station an der Röntgenstraße hat, bedingt durch den Umbau des Gehweges, keine Station und keine Ständer. Das Fahrrad kann somit nur per Telefon oder Smartphone-App ausgeliehen und zurückgegeben werden und muss an dem Zaun der Aral Tankstelle angeschlossen werden.

Fazit

Das erste Fazit fällt, trotz der kleineren Probleme, durchweg positiv aus. Der Fahrradverleih funktioniert einfach und die Fahrräder sind qualitativ hochwertig und gut gepflegt. Die Verteilung der Stationen ist im Bereich der Stadtteile Holsterhausen, Frohnhausen, Altendorf und Innenstadt schon sehr gut. So kann man z.B. innerhalb weniger Minuten mit dem Fahrrad von der Röntgenstraße zum Limbecker Platz fahren.

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