Eine Moschee auf dem alten ARAL-Gelände

Jetzt ist die Katze aus dem Sack

Am Donnerstag, den 19.05.2016 tagte die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk III im Lighthouse (ehem. Pfarrkirche St. Mariä Geburt, Liebigstrasse 1). Zum  Tagesordnungspunkt 36, Unterrichtung der Öffentlichkeit über Beschlussfassungen im nicht öffentlichen Teil, erreichte uns eine Interview-Mitschrift  mit der stimmberechtigten Brigitte Öllig von Pro NRW, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Hier das Interview im Wortlaut:

-Herzlichen Dank Frau Öllig, dass Sie sich die Zeit für uns nehmen-

Frau Öllig: Ich halte diese Geheimniskrämerei über die Nutzung des ehemaligen Aral Tankstellen Geländes an der Markscheide- und Grieperstraße für nicht mehr hinnehmbar. Der Öffentlichkeit muss die Wahrheit über die weitere Nutzung des Geländes gesagt werden.

-Warum Frau Öllig, was hat die Stadt denn mit dem Gelände vor?-

Frau Öllig: Die Stadt hat das Areal gekauft und es gleich wieder der DITIB verkauft, die auf diesem Areal eine Begegnungsstätte errichten will. Was unser Bürgermeister mit dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Mehmet Akbulut hinter verschlossenen Türen ausgeheckt hat, gleicht einem Verrat. Die DITIB übernimmt die Bauaufsicht über die neue Altendorfer-Mitte-Moschee , die der kleiner Bruder der Moschee auf dem ehemaligen Böhmergelände sein wird. Im Gegensatz zum großen Bruder wird diese Moschee ein stattliches Minarett bekommen und da unser Herr Fliß vom Bau- und Verkehrsausschuss die Altendorfer-Strasse als sehr lebhaft eingestuft hat, darf auch ein Muezzin dort zum Gebet rufen.

-Und die Anwohner wissen noch von nichts?-

Frau Öllig: Das ist genau das, was ich nicht verstehen kann und deshalb, entgegen aller Verpflichtungen zur Verschwiegenheit, war ich zu diesem Interview bereit.

-Ich danke Ihnen herzlich für das Gespräch, Frau Öllig-

Weitere Recherchen

Das Interview hat uns natürlich nicht mehr losgelassen und wir haben weiter recherchiert. Aus gut unterrichteten Kreisen haben wir erfahren, dass der Parkplatz neben dem Blumengeschäft Sonntag an den Freitagen ausschließlich den Moschee Besuchern zur Verfügung gestellt werden wird. Die entsprechenden Verkehrsschilder sind in Planung. Auch an anderen Tagen wird eine noch zu bestimmende Anzahl von Moschee Parkplätzen eingerichtet. Der Iman wird nicht auf dem Moschee Gelände wohnen, wie sonst, sondern eine Parterrewohnung in der Grieperstrasse beziehen. Eine kurze Anfrage an die Wohnungsbaugesellschaft war erfolgreich. Eine Anfrage an den Bauausschuss ergab, dass ein Bauantrag für die Errichtung eines Minarettes vorliegt, dass die stattliche Höhe von 30 Metern haben wird. Wie uns angetragen wurde, wird der Bauantrag wohl genehmigt werden, weil die Höhe die  Errichtung weiterer Mobilfunkantennen ermöglicht, denn das Hochhaus neben dem Penny-Markt in der Kopernikusstraße hat seine Kapazitätsgrenze in Sachen Antennenbau erreicht. Der Erlös für die Errichtung und Nutzung der Antennen auf dem Minarett kommt der Stadt Essen, nach Vertrag, in vollem Umfang zu. Ein echtes Win-Win Geschäft.

Wir freuen uns auf eine neue Begegnungsstätte in der Mitte Altendorfs, freuen uns auf eine multikulturelle Vielfalt im Stadtteilkern mit gutem Essen und heißem Tee für alle.

Bildquelle: Pixabay-User danyloz2002

Satire und/oder Falschmeldung | Aus gutem Grund

Die letzten Kommentare auf unserer Facebook-Seite waren der Anlass dieses lange geplanten Artikels. Natürlich haben wir uns die Geschichte komplett ausgedacht. Wir sind gespannt auf die Reaktionen bei Facebook. Viele Menschen haben diesen Artikel mittlerweile blind geteilt und erneut erschreckende Kommentare dazu geerntet. Dieser Artikel ist auch ein Hinweis auf die vielen Hetz-Webseiten im Internet, die ebenfalls solche Falschmeldungen am Fließband erstellen, aber dies nicht als Satire oder eben als Falschmeldung deklarieren. Passt im Internet genau auf welchen Seiten ihr vertraut und welche „Nachrichten“ ihr verbreitet.

Wir haben keine Ahnung was wirklich auf dem Gelände der ARAL-Tankstelle entstehen wird, aber da wir in einigen Gruppen bereits erschreckende Kommentare zu diesem „Gerücht“ lesen mussten, hatten wir bei dem Schreiben dieser Geschichte großen Spaß.

 

 

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Kommentare:
  • comment avatar HERMANN 6. Juni 2016

    Ihr Bericht und vor allem ihr Interview mit der rechtsextremen PRO NRW Vertreterin Öllig ist für Altendorf einfach nur beschämend. Eine Seite die sich Mein-Altendorf nennt sollte stets die Objektivität bewahren und nicht den Rechtsextremen Splitterparteien eine Bühne bieten.Sind sie eine recHtspopulistische Internetpräsenz die unseren Stadtteil auf die rechte Seite ziehen möchte ?

    • comment avatar Mein Altendorf 6. Juni 2016

      Haben Sie den Artikel wirklich bis zum Ende gelesen?

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