Burkhard Asmuth über Altendorf

Ich habe mich diese Woche sehr mit dem Thema Lokalpolitik in Altendorf beschäftigt. Der Auslöser war das Treffen der unabhängigen Geschäftsleute am vergangenen Montag. Als wir gestern über die Fragen berieten, die wir den Vertretern unseres Bezirks mit Blick auf die Kommunalwahl gestellt haben, setzten sich in meinem Kopf die Antworten bereits zusammen. Ich gehöre zwar keiner Partei an, werde auch aktuell öffentlich für keine Partei werben, aber die Fragen einmal aus meiner Sicht beantworten.

Was ist Ihre Beziehung zu Essen-Altendorf?

Ich bin in Altendorf aufgewachsen. Ich gehöre zu der Generation, die mit einem Softball vor der Tür auf dem Bürgersteig Fußball gespielt hat. Wir haben Räuber und Gendarm mit Wasserpistolen im ganzen Stadtteil gespielt. Ein unvergessliches Highlight waren die legendären Baseballspiele auf dem Fußballplatz hinter der Christuskirche. Bestimmt waren auch ein paar Touren „Klingelmännchen“ dabei. Heute lebe und arbeite ich in Altendorf und glaube noch fest an das ungenutzte Potenzial des Stadtteils.

Welches Potenzial sehen Sie in Altendorf?

Ich finde wir haben in Altendorf eine Vielzahl an Standortfaktoren, um die uns viele Stadtteile beneiden dürften. Wir haben hier das Potenzial ein kreatives und abwechslungsreiches Zusammenleben zu schaffen. Wir wollen mit dieser Webseite unseren Beitrag leisten. Natürlich sehe ich auch die Probleme in diesem Stadtteil. Dennoch geben uns die vielen positiven Gespräche die nötige Hoffnung, um Texte wie diesen zu schreiben. Wir haben viele engagierte Menschen getroffen, die tolle Ideen und Pläne haben. Leider können sich diese Menschen nicht in den neuen Medien präsentieren. Somit wird eine wichtige Zielgruppe nicht angesprochen. Denn günstige Mieten und die Nähe zur Uni werden auch in Zukunft noch viele junge Menschen nach Altendorf bringen. Diesen Menschen möchten wir gerne ein kreatives Programm bieten. Dazu benötigen wir Ladenlokale, Bühnen, Künstler und jede Menge Helfer.

Wofür werden Sie in Altendorf kämpfen?

Ich möchte alteingesessene Strukturen durchbrechen! Ich möchte nie wieder den Satz hören: „Das läuft schon immer so.“ Klingt auf dem ersten „Blick“ hart und natürlich kann ich nicht alles besser. Dennoch müssen einige wachgerüttelt werden. Zeiten ändern sich. Die Menschen ändern sich. Die Kommunikationswege haben sich verändert. Ich bin zu Gesprächen bereit, wenn sich Institutionen, Vereine und Organisatoren verändern wollen. Wenn Sie den Stadtteil nach vorne bringen wollen, dann habe ich immer ein offenes Ohr. Am liebsten würde ich mit einem Megafon in der Hand durch die Straßen Altendorfs gehen und die kreativen Menschen aus dem Schatten ziehen. Ich kann und werde nicht glauben, dass hier keine Künstler wohnen. Maler, Musiker oder Autoren könnten Teil eines kreativen Programms in Essen-Altendorf sein.

Wo sehen Sie Altendorf in 5 Jahren?

In 5 Jahren bin ich Stadtteil-Bürgermeister, organisiere angesagte Events in Altendorf, es gibt keinen Leerstand mehr, die Plätze werden optimal und kreativ bespielt, diese Webseite platzt aus allen Nähten und die Facebook-Fanpage gehört zu den beliebtesten des Landes. Eine schöne Vorstellung, bis auf die Stelle mit dem Stadtteil-Bürgermeister. Ich würde mir wünschen, dass es Wir-Gefühl entsteht, welches zum Teil durch die regelmäßigen Treffen der Geschäftsleute bereits aufgebaut wird. Es sollte regelmäßige Events geben, auf die sich die Menschen freuen. Wenn es nur ein paar Anlaufpunkte geben wird, an denen die Menschen gerne ihren Abend und ihre Freizeit verbringen, dann hätten wir schon einiges geschafft.

Nennen Sie eine konkrete Maßnahme für die Sie sich einsetzen werden!

Ich werde unser Portal „Mein Altendorf“ weiter bekannt machen. Wir bieten weiterhin jedem an, sich hier zu präsentieren. Aber als konkrete Maßnahme benenne ich gerne unser angestrebtes  Journalismus-Projekt in Kooperation mit der Gesamtschule Bockmühle. Altendorf aus der Sicht der Schülerinnen und Schülern. Diese jungen Köpfe werden mit ihrer Kreativität die Seite weiter wachsen und die schönen Seiten des Stadtteils in die Welt hinaustragen.

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